Ein Beitrag von Yoshua (Klasse 10a)

Welches Getränk passt besser zur kalten Winterzeit als eine warme Tasse Tee? Für viele gehört Tee ganz selbstverständlich zum Alltag – doch nur wenige wissen, woher er eigentlich kommt, wie er seinen Namen bekommen hat und warum es so viele unterschiedliche Sorten gibt. In diesem Blogbeitrag geht Yoshua aus der Klasse 10a diesen Fragen auf den Grund. Du erfährst etwas über den Ursprung des Tees in China, eine spannende Legende zu seiner Entdeckung und wie sich Tee und sein Name in verschiedenen Regionen der Welt verbreitet haben.

Woher kommt Tee?

Tee, stammt von der Teepflanze Camellia sinensis, die ihren Ursprung in China findet, wo auch Tee das erste Mal zubereitet wurde. Die Teepflanze kann man als „Mutter“ aller Teepflanzen ansehen; sie ist Teil von insgesamt sechs verschiedenen Teesorten, wie grüner Tee, weißer Tee, gelber Tee, Oolong-Tee, schwarzer Tee und Pu-Erh-Tee, die mitunter auch die bekanntesten Teesorten sind. Doch wie entstehen so viele verschieden schmeckende Teesorten aus nur einer Pflanze? Der Schlüsselpunkt liegt bei der Oxidation. Nachdem die Blätter der Pflanze geerntet wurden, drückt man den Pflanzensaft durch ausgiebiges Rollen und Pressen aus den Blättern. Dadurch treten die Enzyme, die im Pflanzensaft der Blätter enthalten sind, in Kontakt mit dem Sauerstoff in der Luft und reagieren mit ihm. Je länger man die Blätter dann oxidieren, also liegen lässt, desto brauner werden sie und entwickeln verschiedene Aromen.

Beispiele für unterschiedliche Fermentation: Von links nach rechts: Grüner Tee (Bancha aus Japan), Gelber Tee (Kekecha aus China), Oolong-Tee (Kwai Flower aus China) und Schwarzer Tee (Assam Sonipur Bio FOP aus Indien)

Woher kommt der Name?

Der Begriff „Tee“ stammt wie die Teepflanze aus China. Tee trägt in den verschiedenen ethnischen Gruppen in China etwa drei Namen: „Cha“ in Nord-China, „Tey“ oder „Ti“ in Süd-China und „La“ in Südwest-China. Das wird im Abschnitt „Verbreitung des Tees“ noch einmal wichtiger.

Die Legende des Tees

Wie Tee entdeckt wurde, kann niemand so genau sagen, jedoch existiert eine chinesische Legende, die da weiterhelfen könnte. Man kann viele Versionen der Legende im Netz finden, manche eher kurios als glaubwürdig. Dennoch drehen sich alle Versionen um die gleiche Person. Der Yan-Kaiser Shennong, geboren 2700 v. Chr., probierte Heilpflanzen aller Art, mitunter auch giftige. Als er eines Tages beim Pflücken von Heilkräutern ein giftiges Gras aß, wurde ihm schwindelig und er fand schnell einen Baum, an den er sich lehnen konnte. Er pflückte ein paar Blätter des Baumes und kaute diese. Sofort verschwand sein Unbehagen und er fühlte sich erholt. Shennong sammelte ein paar Blätter und nach einigen Untersuchungen gab er ihnen den Namen „Tee“.

Verbreitung des Tees und sein Name in den verschiedenen Regionen

Aber wie kam der Tee von China in den Rest der Welt? Im 6. Jahrhundert begann Nord-China mit dem Export von Tee in den Norden. Hauptsächlich exportierte China nach Japan, Russland, Portugal, in die Türkei und den Iran, wo Tee einen gleichen oder ähnlichen  Namen wie in Nord-China trägt.

„Cha“ in Japan, „Char“ (чай) in Russland, „Chá“ in Portugal, „Cay“ in der Türkei und „ im Iran“.

Im 16.-17. Jahrhundert übernahm Süd-China den Platz vom Hauptexporteur (Nord-China) und exportierte Tee hauptsächlich nach Europa. Dabei stammte die größte Nachfrage von Frankreich, England, Holland, Deutschland, Italien und Spanien. Dort klingt der Begriff, der für Tee verwendet wird, ähnlich wie „Tey“ oder „Ti“. 

„The“ in Frankreich, „Tea“ in England, „Thee“ in Holland, „Tee“ in Deutschland, „Te“ in Italien und Spanien.

Jedoch gibt es ein Land, wo der Name für Tee sich nicht von den chinesischen Begriffen wie „Cha“, „Tey“ oder „Ti“ und „La“ ableiten lässt. In Polen sagt man zu Tee „Herbata“, was sich vom englischen Begriff „herb“ ableitet (übersetzt heißt das Kraut).

Nun, da ihr hoffentlich etwas mehr über die Herkunft des beliebten Heißgetränks weiß, wünsche ich viel Spaß beim Tee trinken.

Blogbeitrag: Yoshua Lehmann (Klasse 10a)

 

Quellen:
https://botanikguide.de/die-teepflanze-wie-aus-einer-pflanze-6-teesorten-etstehen/
https://www.auresa.de/blog/woher-kommt-eigentlich-der-begriff-tee/
https://www.morimatea.com/de/blogs/news/what-is-the-chinese-legend-about-origin-of-tea
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shennong3.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tea_in_different_grade_of_fermentation.jpg