Glückliche Gewinnerin des Schreibwettbewerbs: Luisa Rotondi aus Vellmar wird für ihren handgeschriebenen „Zukunftsbrief“ ausgezeichnet.

Vellmar – Für Luisa Rotondi ging es am vergangenen Freitag nach Wiesbaden. Nicht nur einfach so, nein, nach Südhessen wurde die Schülerin der Ahnatal-Schule in Vellmar eingeladen, weil sie eine der Gewinnerinnen des hessenweiten Schülerschreibwettbewerbs ist. Bei der Prämierung begleitete sie ihre Mutter, sagt die 14-Jährige, die selbst noch gar nicht so richtig glauben kann, dass sie gewonnen hat.

Mit dem Schreibwettbewerb, den die Wiesbadener Stiftung Handschrift jedes Jahr ausrichtet, sollen die Kinder ihre eigene Handschrift mehr wertschätzen und einen positiv besetzten Schreibanlass erleben. Insgesamt haben 9500 Mädchen und Jungen der 6. und 7. Klassen aus ganz Hessen ihre handschriftlich verfassten Briefe zum Thema „Zukunft“ an die Jury geschickt. Ihre Briefe werden nun in einem Buch veröffentlicht. Aus der Region gehören neben Luisa auch zwei Schülerinnen der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule und eine Schülerin der Pestalozzischule aus Kassel zu den 100 kreativsten Schreibern, die nun ausgezeichnet werden.

Als Lehrerin Katharina Aselmeyer die Aufgabe vorstellte und die Schüler aufrief, ihre Gedanken freien Lauf zu lassen, musste Luisa erst mal überlegen, wie sie das Thema „Zukunft“ aufgreifen will. „Ich habe mir dann einen Plan gemacht und überlegt, dass ich gerne was über Tiere, Natur und die Umwelt schreiben will“, sagt die Siebtklässlerin. Ideen habe sie viele gehabt. Auch das anschließende Schreiben fiel ihr leicht, sagt sie. Ihr fertiger Brief ist zwei Seiten lang geworden. Ganz genau erinnern, was drinstand, kann sie sich allerdings nicht mehr. „Ich hätte nicht erwartet, dass ich gewinne, bei so vielen Kindern, die mitgemacht haben“, sagt sie. Inzwischen freut sie sich sehr.

Ob sie den Brief in Druck- oder Schreibschrift verfasst hat? „Schreibschrift, das sieht schöner aus.“ Ein Blick in den Collegeblock der 14-Jährigen zeigt eine sehr akkurate, sorgfältige Handschrift. Über die Gewinnerin in der Klasse freut sich auch Lehrerin Ricarda Weißenstein. Weil die Schüler einen besonderen Förderbedarf haben, erfolgt der Unterricht durch zwei Lehrkräfte. „Luisa hatte keinerlei Schreibhemmungen“, berichtet Weißenstein. Im Gegenteil, sie habe beobachtet, dass die ganze Klasse eine echte „Schreibfreude“ durch den Wettbewerb entwickelt hat. JOSEFIN DUDEK

Quellenangabe: Hessische Allgemeine (Kassel-Nord) vom 28.04.2026, Seite 12